Vestischer Künstlerbund
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Paul Hülsmann – Holzschnitte

Eine Sonderausstellung des Vestischen Künstlerbundes

Eröffnung am Samstag, dem 11. Februar um 18 Uhr im Kutscherhaus, Willy-Brandt-Park 5, Recklinghausen

 

Begrüßung: Gudrun Kattke, 1.Vorsitzende des VKB

Einführung: Dr. Hans-Jürgen Schwalm, Kunsthistoriker

Kutscherhaus Recklinghausen

Willy-Brandt-Park 5, 45657 Recklinghausen

geöffnet: Do, Fr 15-18; Sa, So 13-17

Ausstellungsdauer: 11.02. bis 11.03.2012

Am Sonntag, den 4. März 2012 findet um 15.00 Uhr eine Führung statt.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch, Hardcover, 72 Seiten.

Den ersten 24 Exemplaren ist ein Holzschnitt des Künstlers beigefügt.

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Einladung zur Ausstellungseröffnung als pdf-Datei (356 kb)

Paul Hülsmann gehört zu den festen Größen der regionalen Kunstszene. Er hat ein künstlerisches Lebenswerk aufzuweisen, das in den 1950er Jahren beginnt und bis heute fortdauert. Und Paul Hülsmann ist mit einer Generation von Künstlern verbunden, die den künstlerisch-ästhetischen, wie auch politisch-gesellschaftlichen Neuanfang und Aufbruch nach dem Zweiten Weltkrieg noch unmittelbar erfahren und gestaltet haben. Auf der einen Seite ging es um die Rehabilitierung des im „Dritten Reich“ verfemten Expressionismus und auf der anderen Seite eine neue, ins Ungegenständliche tendierende Kunstform, die sich auch international verortet hat. An diesen Diskussionen haben sich die Künstler heftig beteiligt und es hat sie auch künstlerisch geprägt. Paul Hülsmann hatte im Recklinghausen der 1950er und 1960er Jahre viel Gelegenheit, diese Entwicklungen zu verfolgen und zu begleiten und auch für sich nutzbar zu machen. Die Künstlergruppe „junger westen“ ist 1948 hier gegründet worden und darf mit Recht als eine der Quellen des deutschen Informel gelten. Und nicht zuletzt waren es die prägenden Ausstellungen in der Kunsthalle Recklinghausen, die Künstler wie auch ein bildungshungriges Publikum mit den internationalen Kunstentwicklungen bekanntgemacht haben.

Aber Paul Hülsmann gehörte nicht zu denen, die bei jeder neuen Stilentwicklung die eigene Haltung preisgaben. Vielmehr hat er mit großer Konsequenz seinen Stil beibehalten und entwickelt: der starke Kontrast im Schwarz-Weiß, der Umgang mit dem Papier und die grafischen Techniken. Dabei bleibt er – so wie es seine Art ist – bescheiden im Format aber anspruchsvoll im Thema und der künstlerischen Umsetzung. Intensität stellt sich nicht durch absolute Größe ein, sondern durch die Auseinandersetzung mit der Form und der Sinnlichkeit des Materials Papier.

Nicht vergessen werden darf sein kunstpädagogisches Engagement. Gemeinsam mit Heinz Ridder und Norbert Dolezich hat er Generationen von jungen Menschen die Kunst nahegebracht. Bei allen bestand ihr pädagogisches Ethos nicht unwesentlich auch darin, als Künstler Vorbild zu sein. Nicht so sehr war es die typische Lehrerrolle, die sie verkörperten. Vielmehr war ihnen die unmittelbare Erfahrung des künstlerischen Tuns und der die Begegnung mit der künstlerischen Persönlichkeit wichtig. Gerade auch im pädagogischen Handeln war Paul Hülsmann durch und durch ein Künstler.

 

Ferdinand Ullrich